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Vokal

Jodeln

Textloses Singen mit raschem Wechsel zwischen Brust- und Kopfstimme.

Was es bedeutet

Jodeln ist eine Gesangstechnik, bei der ohne Text, meist auf Silben wie „holario“ oder „diri“, rasch zwischen Bruststimme und Kopfstimme gewechselt wird. Der hörbare Bruch zwischen den beiden Registern ist dabei nicht Fehler, sondern gewolltes klangliches Merkmal.

Musikalische Verwendung

Das Jodeln ist besonders in der Volksmusik des Alpenraums verbreitet, wo es ursprünglich zur Verständigung über größere Entfernungen diente und sich später zu einer eigenständigen Gesangskunst entwickelte. Ähnliche Techniken finden sich aber auch in anderen Kulturen, etwa bei den Pygmäenvölkern Zentralafrikas oder in bestimmten Stilen der US-amerikanischen Country-Musik. Jodler können sowohl textlos als auch als Refrain innerhalb eines gesungenen Liedes vorkommen.

Abzugrenzen ist das Jodeln vom Falsett, das ebenfalls die Kopfstimme nutzt, aber ohne den charakteristischen schnellen Wechsel zwischen den Registern auskommt. Auch von gewöhnlichem Registerwechsel in der klassischen Gesangstechnik unterscheidet es sich, da dort ein möglichst unhörbarer, statt eines bewusst hörbaren Übergangs angestrebt wird.

Spielpraxis

Übe den Registerwechsel beim Jodeln zunächst langsam auf einzelnen Intervallsprüngen, etwa einer Oktave, und steigere das Tempo erst, wenn der Wechsel sicher gelingt. Achte auf eine entspannte Kehle, damit der Bruch zwischen den Registern klar, aber nicht gepresst klingt.