Kalamaika
Ungarischer Volkstanz im 2/4-Takt, oft mit Gesang.
Was es bedeutet
Die Kalamaika ist ein ungarischer Volkstanz im 2/4-Takt, der häufig von Gesang begleitet wird. Sie zeichnet sich durch einen lebhaften, mitreißenden Rhythmus aus und wird meist paarweise mit einfachen, sich wiederholenden Schrittfolgen getanzt.
Musikalische Verwendung
Die Kalamaika ist eng mit dem Csárdás verwandt und gehört zur reichen Tanztradition Ungarns und der Nachbarregionen. Über Volkstanzgruppen und Volksmusikensembles verbreitete sie sich im 19. und 20. Jahrhundert auch außerhalb Ungarns und wurde in mehreren mitteleuropäischen Ländern als geselliger Gruppentanz übernommen, oft mit einfachem, leicht erlernbarem Schrittmuster.
Abzugrenzen ist die Kalamaika vom Csárdás, der in einen langsamen und einen schnellen Teil gegliedert ist und ein größeres tänzerisches Repertoire umfasst, sowie von anderen mitteleuropäischen Rundtänzen mit ähnlichem Grundschema, die sich in Herkunft und Melodik unterscheiden.
Spielpraxis
Spiele oder singe die Kalamaika mit klarem, energischem Puls in zwei Zählzeiten pro Takt. Wenn du sie tanzt, achte auf den gleichmäßigen Grundschritt und die spürbare Freude an der Wiederholung, die den geselligen Charakter des Tanzes ausmacht.