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Vokal

Kehlgesang

Spezielle Stimmgebung in der Volksmusik.

Was es bedeutet

Kehlgesang ist ein Sammelbegriff für Gesangstechniken, bei denen die Stimme anders erzeugt wird als im europäischen Kunstgesang. Am bekanntesten ist der Obertongesang, wie er in Zentralasien gepflegt wird: Über einem tiefen, gleichbleibenden Grundton werden durch gezielte Veränderung von Mundraum, Zunge und Lippen einzelne Obertöne so verstärkt, dass sie als zweite, pfeifende Melodie hörbar werden. Ein Sänger erzeugt damit zwei Tonlinien zugleich. Daneben fallen unter den Begriff weitere Techniken mit rauem, gepresstem oder knarrendem Klang.

Musikalische Verwendung

Diese Gesangsarten sind in ihre jeweiligen Traditionen eingebettet und erfüllen dort bestimmte Aufgaben; sie sind keine Effekte, sondern eigenständige Musikpraxis mit eigenen Stilen, Namen und Regeln. Musikalisch beruht der Obertongesang unmittelbar auf der Naturtonreihe: Die hörbare Melodie besteht aus Teiltönen des Grundtons, weshalb ihr Tonvorrat festgelegt ist. Seit dem späten 20. Jahrhundert ist die Technik auch außerhalb ihrer Herkunftsgebiete bekannt und wird in neuer Musik und in der Chorpraxis verwendet. Darstellungen darüber sind oft ungenau und verallgemeinern regionale Unterschiede.

Spielpraxis

Beginne mit einem ruhigen, tief gestützten Grundton in bequemer Lage und arbeite an der Form des Mundraums, nicht an Kraft; Obertöne entstehen durch Resonanz, nicht durch Druck. Übe zunächst den Wechsel zwischen wenigen Vokalstellungen und höre auf das pfeifende Nebengeräusch, das sich dabei verstärkt. Vermeide Pressen und Halsanspannung, weil sie die Stimme schädigen können. Wer diese Techniken ernsthaft lernen will, sollte Unterricht bei Lehrenden der jeweiligen Tradition suchen; Selbstversuche nach Aufnahmen führen leicht zu ungesunder Stimmgebung.

diese Techniken in ihren Herkunftstraditionen an Regeln, Anlässe und Ausbildungswege gebunden sind: Eine Übernahme ohne Kenntnis dieser Zusammenhänge wird ihnen nicht gerecht. Suche Unterricht bei Lehrenden der jeweiligen Tradition. Für die Stimme gilt, dass Pressen und Halsanspannung zu vermeiden sind, weil sie schaden können; arbeite mit Resonanz statt mit Druck. Beginne mit einem ruhigen Grundton in bequemer Lage. In Programmtexten empfiehlt sich präzise Bezeichnung statt verallgemeinernder Sammelbegriffe.