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Vokal

Kinderchor

Chor aus Kindern und Jugendlichen.

Was es bedeutet

Ein Kinderchor besteht aus Kindern und Jugendlichen und singt meist ein- bis dreistimmig in hoher Lage. Die Kinderstimme klingt obertonärmer und schlanker als die erwachsene, hat weniger Volumen und ein natürliches Vibrato in geringem Maß; daraus ergibt sich ein heller, klarer Gesamtklang. Der verfügbare Umfang ist kleiner als bei Erwachsenen und verändert sich mit dem Alter. Während des Stimmwechsels in der Pubertät ist besondere Rücksicht nötig; bei Jungen ist die Veränderung deutlicher, doch auch Mädchenstimmen wandeln sich.

Musikalische Verwendung

Für Kinderchöre gibt es ein eigenes Repertoire, und zahlreiche große Werke verlangen ausdrücklich Kinderstimmen — in Opern, Oratorien und sinfonischen Chorwerken —, weil ihr Klang sich von dem des Erwachsenenchors deutlich abhebt und oft für eine besondere Ausdrucksschicht steht. Historisch trugen Knabenchöre einen großen Teil der Kirchenmusik, da Frauenstimmen im liturgischen Gebrauch vielerorts nicht vorgesehen waren; entsprechend sind viele Oberstimmen älterer geistlicher Musik für Kinderstimmen geschrieben. Für die Aufführungspraxis ist das eine wichtige Information, weil Lage und Klangvorstellung darauf abgestimmt sind.

Kinderchöre singen in Kirchen, Schulen und an Opernhäusern, wo sie etwa in Carmen oder La Bohème auftreten. Die Stimmbildung achtet auf leichte Kopfstimme. ## Spielpraxis

Wähle Tonlagen, die bequem liegen, und vermeide dauerhaftes Singen an der oberen Grenze; Kraft und Lautstärke sind keine Ziele. Arbeite mit kurzen, abwechslungsreichen Probeneinheiten und mit Bewegung, weil Konzentration und Körperspannung zusammenhängen. Lass die Kinder viel auswendig singen, damit Haltung und Blickkontakt frei bleiben. Achte während des Stimmwechsels auf veränderte Umfänge und passe Stimmen an, statt Jugendliche auszuschließen. Wärme die Stimmen behutsam ein und plane Pausen ein.

die Belastbarkeit begrenzt ist und Überforderung sich spät zeigt: Kurze Einheiten, häufige Wechsel und Pausen sind wirksamer als lange Proben. Achte auf Anzeichen von Ermüdung und brich rechtzeitig ab. Wähle Repertoire mit begrenztem Umfang und gut singbaren Linien. Wärme die Stimmen behutsam ein.