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Theorie

Konservatorium

Musikhochschule.

Was es bedeutet

Konservatorium ist die deutsche Form des Wortes, das im Italienischen conservatorio lautet, und bezeichnet eine Ausbildungsstätte für Musik. Der Ursprung liegt in den Waisen- und Findelhäusern Neapels und Venedigs, in denen Kinder versorgt und unterrichtet wurden — vom Bewahren im Wortsinn kommt der Name.

Musikalische Verwendung

Im deutschen Sprachgebrauch ist eine Unterscheidung nötig, die im romanischen und englischen nicht gilt. Dort bezeichnet das entsprechende Wort die Hochschule; hier steht „Konservatorium" heute meist für eine Einrichtung unterhalb der Hochschulebene — eine Musikschule mit erweitertem Angebot, oft mit Vorbereitung auf das Studium —, während die berufliche Ausbildung an Musikhochschulen stattfindet. Einige traditionsreiche Häuser tragen den Namen weiterhin, obwohl sie Hochschulrang haben.

Das moderne Konservatorium als städtische Anstalt mit festem Lehrplan entstand im 19. Jahrhundert, als das Musikleben aus höfischen und kirchlichen Bindungen in bürgerliche Trägerschaft überging. Mit ihm bildete sich das Fächergefüge heraus, das bis heute gilt: Hauptfach, Nebenfach, Musiktheorie, Gehörbildung, Ensemblespiel, Methodik. Was dabei gegenüber der älteren Ausbildung zurücktrat, ist bemerkenswert — Generalbassspiel, Improvisation und das Komponieren nach Vorbildern gehörten früher selbstverständlich zum Lernen.

Im 19. Jahrhundert entstanden nach dem Vorbild des Pariser Conservatoire, das 1795 gegründet wurde, in vielen europäischen Städten staatliche oder bürgerliche Konservatorien, darunter Leipzig 1843. Viele von ihnen wurden im 20. Jahrhundert zu Musikhochschulen erhoben. Der Name hat sich regional erhalten; in manchen Ländern bezeichnet er heute die höchste Ausbildungsstufe, in anderen Musikschulen für Kinder und Jugendliche. ## Weitere Bezeichnungen

Die italienische Form Conservatorio verweist auf den Ursprung der Einrichtung: Die neapolitanischen und venezianischen Conservatori waren zunächst Waisenhäuser, in denen Kinder eine musikalische Ausbildung erhielten. Aus ihnen ging der Name für staatliche und private Musikhochschulen hervor, der bis heute in vielen Ländern in der jeweiligen Landessprache geführt wird.

Spielpraxis

Wenn du dich auf eine Aufnahmeprüfung vorbereitest, informiere dich früh über die Anforderungen der jeweiligen Einrichtung; sie unterscheiden sich, und Gehörbildung und Musiktheorie werden regelmäßig unterschätzt. Unabhängig davon lohnt es sich, das Verlorene selbst nachzuholen: Wer improvisiert, Generalbass liest und eigene kleine Sätze schreibt, versteht das Repertoire besser als durch Üben allein.