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Vokal

Lauda

Italienischer geistlicher Lobgesang in der Volkssprache (13.–16. Jahrhundert).

Was es bedeutet

Die Lauda (Plural Laude oder Laudi) ist ein italienischer geistlicher Gesang in der Volkssprache, der vom 13. bis zum 16. Jahrhundert vor allem von Laienbruderschaften gepflegt wurde. Sie diente der privaten und gemeinschaftlichen Andacht außerhalb der offiziellen lateinischen Liturgie.

Frühe Laude waren meist einstimmig und strophisch, oft mit Kehrreim; im 15./16. Jahrhundert kamen auch mehrstimmige Vertonungen auf.

Musikalische Verwendung

Die Lauda entstand im Umfeld der Franziskaner- und Bußbewegungen des 13. Jahrhunderts, insbesondere der Flagellantenbewegung, und verbreitete sich rasch in italienischen Städten. Bruderschaften wie die Compagnie dei Laudesi sammelten die Texte und Melodien in eigenen Handschriften, den Laudari.

Abzugrenzen ist die Lauda vom liturgischen Choral, da sie außerhalb der Messe und in der Volkssprache gesungen wurde, sowie vom weltlichen Lied, mit dem sie musikalisch oft eng verwandt war.

Spielpraxis

Singst du eine Lauda, orientiere dich am schlichten, oft tänzerisch geprägten Duktus der Melodie und an der Wechselform von Strophe und Kehrreim, die zum gemeinsamen Singen einlädt.