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Instrument

Lautenist

Spieler der Laute.

Was es bedeutet

Ein Lautenist ist ein Musiker, der Laute spielt. Der Begriff bezeichnet in historischen Quellen zugleich einen Berufsstand: An Höfen und in Städten gehörten Lautenisten zum festen Personal, unterrichteten, komponierten und begleiteten Gesang. Da die Familie der Lauteninstrumente groß ist, umfasst die Tätigkeit meist mehrere Instrumente — Renaissancelaute, Barocklaute, Theorbe und verwandte Bassinstrumente —, die sich in Stimmung, Größe und Spielweise deutlich unterscheiden.

Musikalische Verwendung

Das Tätigkeitsfeld reicht von der Solomusik über die Liedbegleitung bis zum Generalbass. Im Continuospiel des 17. und 18. Jahrhunderts ist der Lautenist gleichberechtigt neben Cembalo und Orgel tätig und bringt eine eigene Qualität ein: einen weichen, schnell verklingenden Klang, der den Bass stützt, ohne die Sänger zu decken. Weil die Musik häufig in Tabulatur überliefert ist und Verzierungen nicht ausgeschrieben werden, gehört zur Arbeit auch die Entscheidung über Ausführung und Ornamentik. Viele überlieferte Sammlungen stammen von Lautenisten selbst und geben Auskunft über die Spielpraxis ihrer Zeit.

Spielpraxis

Wer dieses Fach betreibt, braucht Geduld für das Stimmen: Zahlreiche Chöre aus Darmsaiten verlangen vor und während des Musizierens ständige Kontrolle. Lerne, Tabulaturen unmittelbar zu lesen, und übe das Umsetzen einer bezifferten Bassstimme in Griffe, bevor du sie im Ensemble spielst. Halte die Nägel kurz und pflege den Anschlag aus der Fingerkuppe. Plane bei großen Instrumenten die Sitzhaltung sorgfältig, damit der lange Hals sicher liegt. Achte im Ensemble auf die Balance: Das Instrument ist leise, und die Wirkung entsteht durch Deutlichkeit, nicht durch Lautstärke.

die Arbeit am Generalbass eine eigene Vorbereitung verlangt: Die Bezifferung gibt die Harmonie an, nicht die Lage, und die Wahl der Akkordform gehört zur Gestaltung. Übe, dieselbe Folge in verschiedenen Lagen zu greifen, um bei Bedarf ausweichen zu können. Achte auf die Abstimmung mit anderen Continuoinstrumenten, damit sich Cembalo und Laute nicht ins Gehege kommen; oft ist ein Wechsel je nach Satz sinnvoller als ständiges Zusammenspiel. Plane Zeit zum Stimmen vor und zwischen den Stücken ein.