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Moderne

Live-Elektronik

Elektroakustische Musik, deren Klangerzeugung in Echtzeit während der Aufführung geschieht.

Was es bedeutet

Live-Elektronik bezeichnet elektroakustische Musik, bei der elektronische Klangerzeugung, -verstärkung oder -verarbeitung während der eigentlichen Aufführung geschieht, statt vorab im Studio auf Tonband oder Datenträger fixiert zu werden. Musizierende und technische Geräte wirken dabei unmittelbar zusammen.

Das kann bedeuten, dass akustische Instrumente über Mikrofone abgenommen und in Echtzeit elektronisch verfremdet werden, dass Synthesizer live gespielt werden, oder dass ein Computer während des Konzerts auf das Spiel reagiert und eigene Klanganteile hinzufügt.

Musikalische Verwendung

Wegweisend war Karlheinz Stockhausens Live-Elektronik seit den 1960er-Jahren, etwa in Werken, in denen akustische Klänge über Ringmodulation oder Filterung in Echtzeit verändert werden. Seither hat sich das Feld durch Computertechnik erheblich erweitert und reicht von interaktiven Klanginstallationen bis zu Laptop-Performances in improvisierter elektronischer Musik.

Abzugrenzen ist die Live-Elektronik von der reinen elektronischen Musik ab Tonband, bei der die Klänge vollständig vorproduziert sind und während der Aufführung nur wiedergegeben werden, sowie vom bloßen Einsatz eines Verstärkers, der noch keine klangliche Verarbeitung darstellt.

Spielpraxis

Wenn du selbst mit Live-Elektronik arbeitest, übe den Umgang mit der Technik so gründlich wie dein Instrument, damit Verzögerungen oder Bedienfehler den musikalischen Fluss nicht stören. Plane feste Einsatzpunkte für elektronische Eingriffe, aber bleib flexibel genug, um auf spontane musikalische Entscheidungen reagieren zu können.