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Theorie

Longitudinalschwingungen

Längsschwingungen, z. B. von Luftsäulen in Blasinstrumenten oder in Längsrichtung gestrichenen Saiten; Gegensatz: Transversalschwingungen.

Was es bedeutet

Longitudinalschwingungen, auch Längsschwingungen genannt, sind Schwingungen, bei denen sich die schwingenden Teilchen eines Mediums in dieselbe Richtung bewegen, in die sich die Welle ausbreitet. Dadurch entstehen abwechselnd Zonen erhöhten und verringerten Drucks, also Verdichtungen und Verdünnungen des Mediums.

Sie stehen im Gegensatz zu Transversalschwingungen, bei denen die Teilchenbewegung senkrecht zur Ausbreitungsrichtung erfolgt, wie es etwa bei Schwingungen einer gezupften Saite der Fall ist.

Musikalische Verwendung

Der Schall, der sich in Luft, Wasser oder anderen Gasen und Flüssigkeiten ausbreitet, besteht physikalisch aus Longitudinalschwingungen der Luftmoleküle. Wenn eine Saite, ein Blasrohr oder eine Membran schwingt, versetzt sie die umgebende Luft in solche Längsschwingungen, die als Schallwellen zum Ohr gelangen.

Abzugrenzen sind Longitudinalschwingungen von den Transversalschwingungen, die etwa bei der schwingenden Saite selbst oder bei Wellen auf einer Membranoberfläche auftreten, bevor sie sich als Longitudinalwellen in der Luft fortsetzen. In festen Körpern, etwa im Holz eines Instrumentenkorpus, können beide Schwingungsarten gleichzeitig vorkommen.