Resonanz
Mitschwingen eines klangfähigen Körpers, wenn sein Eigenton oder ein Oberton erklingt; älter auch „Mittönen“.
Was es bedeutet
Resonanz ist das Mitschwingen eines schwingungsfähigen Körpers, wenn ein Ton erklingt, der seinem Eigenton oder einem Oberton entspricht. Der Körper wird dabei von den Schallwellen angeregt und gibt selbst Schall ab. Älter nannte man dies „Mittönen“. Jeder klangfähige Körper hat eigene Frequenzen, bei denen er besonders stark antwortet.
Musikalische Verwendung
Resonanz ist die Grundlage der Klangerzeugung bei vielen Instrumenten: Der Korpus einer Geige oder Gitarre und der Resonanzboden des Klaviers verstärken die Saitenschwingung und geben ihr Farbe. Wenn du einen Ton auf dem Klavier leise anschlägst und das Pedal trittst, hörst du, wie andere Saiten mitklingen. Bei manchen Instrumenten, etwa der Sitar, sind zusätzliche Resonanzsaiten eingebaut. Auch der Raum wirkt als Resonator.
Abzugrenzen ist die Resonanz vom Nachhall, der die Reflexionen im Raum meint, und vom Echo, einer einzelnen verzögerten Reflexion.
Spielpraxis
Nutze Resonanz beim Spielen: Auf der Geige klingen leere Saiten mit, wenn du in ihrer Tonart spielst. Auf dem Klavier kannst du mit dem Pedal gezielt Resonanz erzeugen. Achte darauf, dass mitklingende Saiten den Klang bereichern, aber nicht verwischen.