Stimmgabel
Die Stimmgabel ist ein U-förmiger Metallstab, der nach dem Anschlag fast nur seinen Grundton abgibt, meist das a¹ mit 440 Hz. Sie dient als Tonhöhenreferenz zum Stimmen.
- Üblicher Ton
- a¹ = 440 Hz (Kammerton)
- Klang
- fast reiner Ton, kaum Obertöne
- Anschlag
- an Knie oder Handballen, nicht an harter Kante
- Alternative
- Stimmgerät, das in Cent anzeigt
Ein Ton, den nichts stört
Eine Saite schwingt in vielen Teiltönen zugleich, siehe Obertonreihe. Eine angeschlagene Stimmgabel verhält sich anders: Die beiden Zinken schwingen gegeneinander, und der Stiel in der Mitte bewegt sich kaum. Die höheren Töne klingen schnell ab, übrig bleibt der Eigenton der Gabel. Dieser einzelne, ruhige Ton ist ein gutes Vergleichsmaß.
Der Ton der Gabel und seine Oktaven
Die Standardgabel klingt a¹ (a4, markiert) mit 440 Hz. Eine Oktave tiefer sind es 220 Hz, eine höher 880 Hz. Der Klang der Gabel ist fast ein reiner Ton ohne die Obertöne, die Saiten und Stimmen mitbringen.
Wie man mit ihr stimmt
Man schlägt die Gabel an und hält den Stiel an einen Resonanzkörper, etwa den Korpus der Gitarre, dann wird der Ton lauter. Das ist Resonanz. Anschließend vergleicht man mit der Saite, die denselben Ton geben soll. Weichen beide ab, hört man eine Schwebung, die beim Angleichen langsamer wird und verschwindet. Wie die Zahl der Schwebungen mit der Abweichung zusammenhängt, steht unter Interferenz.
Eine Stimmgabel misst nichts: Sie gibt nur einen Ton vor. Ein Stimmgerät zeigt dagegen an, wie viele Cent eine Saite daneben liegt. Für das Gehör ist die Gabel dennoch ideal, weil man nichts ablesen muss.
Häufige Fehler
- Die Gabel auf harte Kanten schlagen: Das erzeugt Nebengeräusche und Obertöne.
- Annehmen, alle Gabeln hätten 440 Hz: Es gibt auch andere Stimmtöne, siehe Kammerton.
- Die Zinken berühren: Das dämpft den Ton.
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Verwandte Begriffe
KammertonEigentonResonanzSchwebungCentTonhöheSchwingungIntonation
Redaktion: Maik Krohm · fachlich geprüft am 03.10.2026
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