Interferenz
Physikalische Überlagerung von Schallwellen, bei der sich Schwingungen verstärken oder auslöschen können.
Was es bedeutet
Interferenz ist die physikalische Überlagerung von Schallwellen. Treffen zwei oder mehr Wellen aufeinander, addieren sich ihre Ausschläge: Passen die Wellenberge zusammen, verstärkt sich der Klang (konstruktive Interferenz), treffen Berg und Tal aufeinander, schwächt er sich ab oder löscht sich aus (destruktive Interferenz).
Musikalische Verwendung
In der Musik zeigt sich Interferenz besonders als Schwebung: Wenn zwei Töne nahezu, aber nicht exakt gleiche Frequenz haben, entsteht ein periodisches An- und Abschwellen der Lautstärke, das Musiker beim Stimmen von Instrumenten nutzen, um zwei Töne exakt aneinander anzugleichen. Auch in der Raumakustik spielt Interferenz eine Rolle, wenn sich Schallwellen an Wänden reflektieren und mit dem Direktschall überlagern, was zu verstärkten oder abgeschwächten Frequenzbereichen führen kann.
Abzugrenzen ist die Interferenz von der reinen Überlagerung mehrerer Klänge zu einem Akkord, die musikalisch, nicht rein physikalisch gedacht wird, sowie von der Resonanz, bei der ein schwingfähiger Körper durch eine äußere Anregung selbst zum Mitschwingen gebracht wird.
Spielpraxis
Nutze die Schwebung als Interferenzeffekt beim Stimmen: Spiele zwei Töne gleichzeitig und höre auf das An- und Abschwellen; wird die Schwebung langsamer, näherst du dich der exakten Übereinstimmung. Verschwindet sie ganz, sind die Töne rein gestimmt.