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Theorie

Kombinationston

Zusätzlich hörbarer Ton beim Zusammenklang zweier Töne, z. B. Differenzton.

Was es bedeutet

Ein Kombinationston ist ein zusätzlicher Ton, der beim gleichzeitigen Erklingen zweier hinreichend lauter Töne hörbar wird, ohne dass er von einer eigenen Schallquelle stammt. Er entsteht durch nichtlineare Verzerrungen im Ohr selbst oder im schwingenden System und liegt meist deutlich unter beiden Ausgangstönen.

Musikalische Verwendung

Die wichtigste Art ist der Differenzton, dessen Frequenz der Differenz der beiden Ausgangsfrequenzen entspricht; daneben gibt es Summationstöne, deren Frequenz der Summe entspricht, sowie Töne höherer Ordnung. Kombinationstöne wurden von Tartini beschrieben und sind auch als „Tartinitöne“ bekannt; Streicher nutzen sie zur Kontrolle sauber gestimmter Doppelgriffe, da der Kombinationston bei exakter Intonation besonders klar hervortritt. Abzugrenzen sind Kombinationstöne von Obertönen: Obertöne gehören zum Klang eines einzelnen Tons, Kombinationstöne entstehen erst im Zusammenklang mehrerer Töne.

Spielpraxis

Übe das Hören von Kombinationstönen an sauber gestimmten Doppelgriffen oder Intervallen mit lauten, reinen Tönen; wird die Stimmung ungenau, verschwindet oder trübt sich der Kombinationston, was dir als Kontrolle dient.