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Theorie

Teilton

Komponente des Klangspektrums.

Was es bedeutet

Teiltöne sind die einzelnen Bestandteile eines Klangs. Ein schwingender Körper schwingt nicht nur als Ganzes, sondern zugleich in Hälften, Dritteln und weiteren Teilen; jeder dieser Teilschwingungen entspricht ein Ton. Der erste Teilton ist der Grundton, dem die wahrgenommene Tonhöhe folgt; die darüberliegenden heißen Obertöne. Gemeinsam bilden sie die Obertonreihe.

Musikalische Verwendung

Welche Teiltöne wie stark hervortreten, bestimmt die Klangfarbe. Klänge mit vielen kräftigen hohen Teiltönen wirken hell und schneidend, solche mit wenigen weich und rund; einzelne Instrumente haben charakteristische Verteilungen, an denen man sie erkennt. Innerhalb eines Instruments ändert sich das Verhältnis zudem mit Lage und Dynamik — lautes Spiel bringt meist mehr hohe Teiltöne hervor, weshalb Lautstärke und Klangfarbe zusammenhängen.

Für das Zusammenspiel folgt daraus zweierlei. Erstens die Reinheit: Wenn zwei Töne ein reines Intervall bilden, fallen ihre Teiltöne zusammen, die Schwebungen hören auf, und der Klang wird ruhig. Zweitens die Mischung: Zwei Instrumente, deren Teiltöne sich ergänzen, verschmelzen zu einer neuen Farbe — darauf beruht die Kunst der Instrumentation.

Nicht alle Teiltöne lassen sich im üblichen Tonsystem darstellen; einzelne, etwa der siebte, weichen merklich ab. Bei Glocken und manchen Schlaginstrumenten liegen die Teiltöne überdies nicht in ganzzahligen Verhältnissen, weshalb ihre Tonhöhe schwer bestimmbar ist.

Ein natürlicher Klang besteht aus vielen Teiltönen. Sind sie ganzzahlige Vielfache des Grundtons, spricht man von harmonischen Teiltönen oder Obertönen. Bei Glocken, Pauken und Metallophonen liegen sie oft unharmonisch, was den besonderen Klang dieser Instrumente ausmacht. Ihre Verteilung und Stärke prägt die Klangfarbe; beim Einschwingen eines Tons treten manche Teiltöne früher hervor als andere. ## Spielpraxis

Arbeite an der Klangfarbe über den Ansatz — er entscheidet, welche Teiltöne ansprechen. Streicher können Flageoletttöne spielen, um einzelne Teiltöne hörbar zu machen; das schärft die Vorstellung. Und intoniere nach dem Verschwinden der Schwebungen: Wenn der Zusammenklang ruhig wird, decken sich die Teiltöne.