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Vokal

Lullaby

Wiegenlied.

Was es bedeutet

Lullaby ist das englische Wort für Wiegenlied: ein Lied, das zum Einschlafen gesungen wird. Kennzeichnend sind ein ruhiges, gleichmäßiges Zeitmaß, ein enger Tonumfang, eine schlichte Melodie und eine wiegende Bewegung, die häufig aus einem Dreier- oder zusammengesetzten Takt entsteht. Die Begleitung, sofern vorhanden, bleibt gleichförmig und leise. In nahezu allen Musikkulturen gibt es solche Lieder, mit jeweils eigenen Melodietypen und Texten.

Musikalische Verwendung

Als Charakterstück hat das Wiegenlied auch ohne Text Eingang in die Kunstmusik gefunden: Berceuse und Wiegenlied bezeichnen Klavier- und Orchesterstücke, die das wiegende Modell aufgreifen — gleichbleibende Begleitfigur, ruhige Melodie, wenige harmonische Wechsel. Der Reiz liegt darin, dass innerhalb dieser Beschränkung feine Abweichungen stark wirken. In der Vokalmusik erscheinen Wiegenlieder in Liederzyklen, in der Oper und in geistlicher Musik, etwa in Weihnachtskompositionen. Nicht selten trägt der Text einen doppelten Boden, sodass die Schlichtheit der Musik in Spannung zum Inhalt steht.

Wiegenlieder gibt es in allen Kulturen; sie sind meist leise, langsam und wiegend im Rhythmus, oft im Sechsachtel- oder Dreiertakt. Bekannte Beispiele in der Kunstmusik sind Brahms' Wiegenlied und Chopins Berceuse. Die gleichmäßige Bewegung ahmt das Wiegen nach und beruhigt. ## Spielpraxis

Halte das Zeitmaß gleichmäßig und widerstehe der Versuchung, zu gestalten; die Wirkung entsteht aus Ruhe und Wiederholung. Singe oder spiele leise, aber mit gestütztem Klang, damit der Ton nicht kraftlos wird. Achte auf eine gleichbleibende Begleitfigur ohne Akzente und halte Lautstärkeunterschiede klein. Wähle eine bequeme Tonlage, da Wiegenlieder oft in mittlerer Höhe am besten klingen. Wenn der Text eine Spannung zur ruhigen Musik trägt, gestalte sie sparsam — ein kleiner Farbwechsel genügt.

die Gleichförmigkeit dieser Stücke ihre Stärke ist: Wer viel gestaltet, nimmt ihnen die Ruhe. Halte Tempo und Begleitfigur stabil und arbeite mit kleinsten Veränderungen der Farbe. Prüfe bei Bearbeitungen, ob der ursprüngliche Text mitgeteilt wird, weil er die Gestaltung des Stückes erklärt.