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Stimme

Mezzosopran

Mittlere Frauenstimme.

Was es bedeutet

Der Mezzosopran ist die mittlere Frauenstimmlage zwischen Sopran und Alt. Der Umfang reicht gewöhnlich etwa vom kleinen g bis zum a'' und überschneidet sich weitgehend mit dem des Soprans; entscheidend ist deshalb nicht die Reichweite, sondern die Farbe: ein vollerer, dunklerer Kern in der Mittellage und eine tragfähige Tiefe. Innerhalb der Gattung unterscheidet man leichtere, koloraturfähige und schwerere, dramatische Typen sowie Übergangsformen zum Alt.

Musikalische Verwendung

In der Oper übernimmt der Mezzosopran eine große Bandbreite von Rollen: jugendliche Männerfiguren in Hosenrollen, Vertraute und Gegenspielerinnen der Sopranpartien, dazu zahlreiche Hauptrollen mit eigenem Gewicht. Im Oratorium und Konzertfach ist er mit Arien in mittlerer Lage vertreten, im Lied deckt er einen großen Teil des Repertoires ab, das oft in mehreren Lagen veröffentlicht ist. Im Chor wird die Lage meist auf zweite Soprane und erste Altstimmen verteilt; eine eigene Chorstimme bildet sie nicht.

Spielpraxis

Suche den Kern der Stimme in der Mittellage und lass dich bei der Fachzuordnung nicht von einzelnen Spitzentönen leiten. Arbeite gezielt an den Registerübergängen, die beim Mezzosopran besonders hörbar werden können, und übe sie in ruhigen Legato-Linien ohne Lautstärkesteigerung. Halte die Tiefe frei von Druck: Eine forcierte Bruststimme kostet auf Dauer die Höhe. Wähle Repertoire, das zur eigenen Farbe passt, statt Partien nach Vorbildern zu übernehmen. Achte auf gleichmäßiges Einsingen und auf Erholungsphasen, besonders in schweren Rollen.

die Grenze zum Sopran und zum Alt fließend ist und viele Sängerinnen im Lauf ihrer Laufbahn die Zuordnung wechseln: Lass dich beraten und entscheide nach Farbe und Belastbarkeit, nicht nach einzelnen Spitzentönen. Prüfe bei einer Partie, wie viel Zeit sie in welcher Lage verbringt. Wähle Repertoire, das der Stimmfarbe entspricht, denn Mezzosopranpartien reichen von lyrisch bis dramatisch. Achte auf gleichmäßiges Einsingen. Prüfe bei Hosenrollen, ob Kostüm und Bewegung die Atemführung beeinträchtigen, und probe solche Stellen szenisch.