Musical
Unterhaltendes Bühnenwerk mit Gesang, Tanz und gesprochenen Dialogen (Broadway, West End).
Was es bedeutet
Ein Musical ist ein unterhaltendes Bühnenwerk, das Gesang, Tanz und gesprochene Dialoge zu einer Handlung verbindet. Es wird meist von einem kleinen Orchester oder einer Band begleitet, und die Sänger werden häufig mit Mikrofonen verstärkt. Die Lieder treiben die Handlung voran oder zeigen die Gefühle der Figuren.
Musikalische Verwendung
Das Musical entstand im 19. und frühen 20. Jahrhundert aus Operette, Revue, Vaudeville und Music Hall, vor allem in New York (Broadway) und London (West End). „Show Boat“ (1927) von Jerome Kern und Oscar Hammerstein gilt als früher Meilenstein, „Oklahoma!“ (1943) von Richard Rodgers und Hammerstein als Muster der Verbindung von Lied, Tanz und Handlung. Leonard Bernsteins „West Side Story“ (1957) und die Werke von Stephen Sondheim und Andrew Lloyd Webber führten die Gattung weiter.
Abzugrenzen ist das Musical von der Oper, in der meist alles gesungen wird und klassische Stimmen üblich sind, und von der Operette, die im europäischen Kontext mit leichtem Ton und Walzern steht.
Spielpraxis
Wenn du in einem Musical singst, verbinde Text und Spiel: Die Aussprache muss verständlich sein, und der Ton darf oft sprechnäher sein als in der Oper. Achte darauf, dass du Tanz und Gesang gleichzeitig tragen kannst.