Filmmusik
Für einen Film komponierte oder in ihm verwendete Musik.
Was es bedeutet
Filmmusik ist die Musik, die für einen Film komponiert oder in ihm verwendet wird. Sie unterstützt Stimmung und Handlung, verbindet Szenen, deutet Figuren und Gefühle und kann das Tempo der Bilder lenken. Man unterscheidet Musik, die im Film selbst erklingt, etwa aus einem Radio oder einer Kapelle im Bild, von Musik, die nur die Zuschauenden hören.
Musikalische Verwendung
Schon der Stummfilm wurde live begleitet, meist von Klavier, Orgel oder kleinen Orchestern. Mit dem Aufkommen des Tonfilms Ende der 1920er Jahre entstand die eigens komponierte Filmpartitur. Viele Komponisten übernahmen dabei das Leitmotiv aus der romantischen Oper, um Figuren und Ideen musikalisch zu kennzeichnen. Bekannte Namen der Filmmusik sind unter anderen Max Steiner, Bernard Herrmann, Ennio Morricone und John Williams.
Abzugrenzen ist die Filmmusik von der Bühnenmusik, die zu einem Schauspiel geschrieben wird und live aufgeführt wird, und von der Programmmusik, die ohne Bilder auskommt und ihr Programm selbst darstellt. Auch der Soundtrack bezeichnet meist die Sammlung der Lieder und Stücke eines Films, nicht die eigentliche Partitur.
Spielpraxis
Höre Filmmusik einmal ohne Bild und achte darauf, welche Wirkung allein die Musik trägt, und dann mit Bild, um den Zusammenspiel von Klang und Handlung zu erkennen. Wenn du selbst zu Bildern komponierst, halte die Musik zurückhaltend genug, dass Dialog und Handlung verständlich bleiben.