Niederschlag
Der abwärtsgerichtete Dirigierschlag, der den betonten Taktteil markiert; Gegenstück zum Auftakt.
Was es bedeutet
Der Niederschlag ist die Abwärtsbewegung der Dirigierhand oder des Taktstocks, die die betonte Zählzeit markiert, meist die Eins eines Taktes. Er entspricht dem, was in der antiken Verslehre Thesis („Setzung“) hieß. Das Gegenstück ist der Aufschlag, die Aufwärtsbewegung vor dem Niederschlag, in der Musik Auftakt genannt (Arsis). Französisch heißt der Niederschlag frappé.
Musikalische Verwendung
Beim Dirigieren zeichnet die Hand eine Schlagfigur, deren Bewegungen die Zählzeiten anzeigen. Der Niederschlag ist der wichtigste Punkt dieser Figur: An ihm lassen sich Einsätze und Tempo am deutlichsten erkennen. Unterschiedliche Taktarten haben unterschiedliche Schlagfiguren, doch der Niederschlag setzt immer den Beginn des Taktes.
Abzugrenzen ist er von der Bewegung, die die übrigen Zählzeiten markiert, und vom Auftakt, der vor dem Niederschlag als Vorbereitung steht. In der Ensemblepraxis, etwa im Chor, geben Sänger und Spieler den Niederschlag des Leiters als Zeichen zum gemeinsamen Beginn.
Spielpraxis
Wenn du dirigierst, führe den Niederschlag klar und kontrolliert aus und gib mit dem Auftakt vorher Tempo und Charakter an. Wenn du unter einem Dirigenten spielst, richte dich nach dem Niederschlag und nicht nach dem Ende der Bewegung.