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Dynamik

Pianississimo

Äußerst leise, an der Grenze des Hörbaren.

Was es bedeutet

Pianississimo, notiert als ppp, bezeichnet die äußerste Stufe der leisen Seite, wie sie üblicherweise vorgeschrieben wird. Sie liegt unter pianissimo und markiert in den meisten Werken die untere Grenze.

Wie auf der lauten Seite folgt die Bildung keiner strengen Sprachlogik: Die Zahl der Buchstaben steht für den Grad. In der Musik des späten 19. und des 20. Jahrhunderts finden sich auch pppp und mehr; solche Angaben sagen weniger über einen messbaren Wert aus als darüber, dass hier das Äußerste gemeint ist.

Auch hier gilt: Der Ton muss hörbar bleiben. Wo ppp in Stille umschlägt, ist die Angabe verfehlt — für das wirkliche Verschwinden gibt es eigene Anweisungen wie al niente.

Im Notenbild

Das Zeichen ppp steht unter dem System, bei Vokalstimmen über dem Text, und gilt bis zur nächsten Angabe. Es erscheint am Ziel langer Rücknahmen, an Satzschlüssen und in Abschnitten, die aus der Ferne klingen sollen. Häufig stehen daneben weitere Anweisungen zur Spielweise, etwa Dämpfer oder ein veränderter Bogenort.

Musikalische Verwendung

Äußerst leise Stufen gehören zur Orchestermusik des 19. und 20. Jahrhunderts, in der große Besetzungen einen weiten dynamischen Raum eröffnen. Sie stehen an Schlüssen, in Übergängen und dort, wo der Klang gleichsam aus dem Raum zurücktritt. In kammermusikalischer Besetzung sind sie seltener, weil die verfügbare Spanne kleiner ist.

Es wird als ppp notiert. Es steht an der Grenze des Hörbaren und verlangt große Ruhe im Körper und genaue Kontrolle der Tongebung. ## Spielpraxis

Suche die Grenze im Raum, nicht am Instrument: Was im Übezimmer trägt, geht im Saal unter, und umgekehrt. Halte Atem, Bogen oder Anschlag bewusst kontrolliert; bei kleinster Lautstärke ist der Aufwand an Aufmerksamkeit am größten. Prüfe die Intonation gesondert, denn sie leidet hier am stärksten. Und stimme dich im Ensemble ab, damit alle dieselbe Grenze meinen — sonst tritt eine Stimme unfreiwillig hervor.