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Dynamik

Piano

Piano, abgekürzt p, ist die italienische Dynamikbezeichnung für leise. Sie steht im Notenbild unter den Noten und gilt, bis eine neue Bezeichnung folgt. Wie alle Stufen ist sie ein Bezugspunkt im Verhältnis zu den anderen, kein exakter Pegel.

Abkürzung
p
Bedeutung
leise
Leiser
pianissimo (pp)
Lauter
mezzopiano (mp), mezzoforte (mf), forte (f)

Die leise Stufe

Piano heißt „leise“. In der Reihe der Dynamikstufen steht es zwischen pianissimo (pp, sehr leise) und mezzopiano (mp, mittelleise). Die Stufen sind Bezugspunkte: Piano im Streichquartett ist etwas anderes als im großen Orchester. Entscheidend ist das Verhältnis zueinander. Ein leiser Beginn zieht die Aufmerksamkeit an, weil wir uns anstrengen müssen, hinzuhören. Die Bezeichnung hat Spuren im Namen des Klaviers hinterlassen: „Pianoforte“ heißt wörtlich „leise-laut“, weil man auf ihm im Unterschied zum Cembalo leise und laut spielen konnte.

Klavier

Piano und der Raum

Ein wirkungsvolles forte braucht ein vorangehendes piano, von dem es sich abhebt. Wer immer gleich laut spielt, verschenkt den ausdrucksstärksten Baustein. In einer halligen Kirche trägt ein piano weiter, in einem trockenen kleinen Raum braucht dieselbe Wirkung mehr Kraft. Ein subito piano, ein unvermitteltes Zurückfallen ins Leise, kann verblüffender wirken als jedes laute Fortissimo, weil es die Erwartung bricht.

Zum Üben: Beginne lieber leiser als nötig, dann bleibt Raum nach oben. Spiele dieselbe Stelle in verschiedenen Lautstärken und höre, wie sich ihr Ausdruck verwandelt. Auf der Seite zur Dynamik kannst du dieselbe Tonfolge in verschiedenen Lautstärkestufen hören.

Häufige Fehler

  • Piano mit langsam verwechseln: Dynamik und Tempo sind verschiedene Bausteine.
  • Piano als festen Pegel lesen: Es gilt im Verhältnis.
  • Nie lauter werden: Ohne Kontrast bleibt das Piano wirkungslos.