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Dynamik

Piano

Leise, Symbol p.

Was es bedeutet

Piano heißt „leise, sanft" und bezeichnet die Grundstufe der leisen Seite der Dynamikskala. Notiert wird es als p. Gegenstück ist forte (f); dazwischen liegen mezzopiano und mezzoforte, darunter pianissimo und pianississimo.

Wie alle Dynamikangaben ist piano relativ: Die Stufe bestimmt sich aus dem Verhältnis zu den übrigen Angaben des Stücks und aus der Besetzung. Gemeint ist zudem nicht nur eine Lautstärke, sondern auch eine Klangqualität — ein piano soll weich und tragfähig klingen, nicht gedrückt oder unsicher.

Das Wort begegnet außerdem als Name des Tasteninstruments; die vollständige Bezeichnung Pianoforte verweist darauf, dass dieses Instrument im Unterschied zum Cembalo leise und laut spielen kann.

Im Notenbild

Das Zeichen p steht unter dem System, bei Vokalstimmen über dem Text, und gilt ab der Note, unter der es steht, bis zur nächsten Angabe. In Verbindungen erscheint es als mp, pp, ppp oder fp. Mit subito verlangt es einen plötzlichen Wechsel, mit sempre das Beibehalten über eine längere Strecke.

Musikalische Verwendung

Piano gehört zu den ältesten notierten Dynamikangaben und erscheint bereits im frühen 17. Jahrhundert, meist im direkten Wechsel mit forte. Diese Gegenüberstellung prägt die Terrassendynamik des Barock. In der Wiener Klassik und der Romantik wird die Skala ausdifferenziert, und p rückt von einem der beiden Pole in die Mitte einer größeren Reihe. In der Begleitung bezeichnet es die Lautstärke, bei der die Hauptstimme frei bleibt.

Englisch wird die Angabe unverändert als piano übernommen. Es wird mit p notiert. ## Spielpraxis

Halte den Ton gestützt: Leise heißt weniger Energie, nicht weniger Kontrolle. Achte auf die Intonation und bei Bläsern auf die Ansprache, die im Leisen zuerst leidet. Prüfe im Ensemble das Verhältnis zur Hauptstimme. Und behalte Reserve nach unten, falls im Stück noch pianissimo oder darunter vorkommt — wer schon bei p an der Grenze ist, hat später keinen Spielraum mehr.