Klang
Akustisch wahrnehmbare Tonempfindung.
Was es bedeutet
Klang bezeichnet das akustische Ereignis, wie es wahrgenommen wird. In der genaueren Redeweise der Akustik wird unterschieden: Ein Ton im strengen Sinn ist eine einzelne Schwingung ohne Beimischung; ein Klang besteht aus einem Grundton und seinen Teiltönen und entspricht dem, was Instrumente tatsächlich hervorbringen; ein Geräusch beruht auf unregelmäßiger Schwingung ohne bestimmbare Tonhöhe. Im musikalischen Alltag werden die Wörter Ton und Klang weniger scharf gebraucht; „Klang" bezeichnet dort oft auch den Zusammenklang mehrerer Töne oder die klangliche Gesamtwirkung eines Instruments oder Ensembles.
Musikalische Verwendung
Vier Eigenschaften machen einen Klang aus: Tonhöhe, Dauer, Lautstärke und Klangfarbe. Die Klangfarbe entsteht aus der Zusammensetzung der Teiltöne und ist das, woran ein Instrument erkannt wird. Dazu tritt der zeitliche Verlauf — Einschwingen, Halten, Abklingen. Gerade das Einschwingen trägt zur Erkennbarkeit mehr bei, als man vermutet: Schneidet man den Anfang eines Klavier- oder Flötentons weg, wird das Instrument schwer identifizierbar.
Für das Musizieren folgt daraus, dass der Klang nicht allein von der Tonhöhe abhängt, sondern ebenso von der Art des Ansatzes, von der Lage, von der Dynamik und vom Raum. Derselbe Ton kann hart oder weich, dünn oder tragfähig klingen, ohne dass sich an seiner Frequenz etwas ändert.
In der Akustik ist ein Klang ein zusammengesetztes Schallereignis aus Grundton und Obertönen, im Unterschied zum reinen Sinuston und zum Geräusch mit unregelmäßigem Spektrum. Im allgemeinen Sprachgebrauch meint Klang dagegen den Gesamteindruck eines Instruments oder Ensembles. In der Funktionstheorie Hugo Riemanns bezeichnet Klang einen Dreiklang als Einheit, etwa Durklang oder Mollklang. ## Spielpraxis
Arbeite am Ansatz, wenn dein Ton nicht trägt — der Anfang eines Tones entscheidet über seinen Charakter mehr als der Verlauf. Höre beim Üben bewusst auf die Klangfarbe und nicht nur auf Töne und Rhythmus; nimm dich dafür gelegentlich auf. Und achte auf das Abklingen: Wie ein Ton endet, gehört zur Gestaltung ebenso wie sein Beginn.