Pipa
Chinesische Kurzhalslaute mit birnenförmigem Korpus und vier Saiten.
Was es bedeutet
Die Pipa ist eine chinesische Kurzhalslaute mit birnenförmigem Korpus und vier Saiten. Sie wird aufrecht gehalten und mit den Fingern der rechten Hand gezupft, die dafür lange Fingernägel oder aufgesetzte Fingerhüllen haben. Auf dem breiten Hals und dem Korpus sitzen erhöhte Bünde, sodass die Töne mit einem Fingerdruck präzise erzeugt werden können.
Musikalische Verwendung
Die Pipa ist seit rund zwei Jahrtausenden in China nachweisbar und war ein wichtiges Instrument der Hofmusik. Ihre Spieltechnik ist vielseitig: schnelle Tremolo-Läufe, Glissandi, Akkordschläge und imitierte Klänge wie Wind oder Schlachtenlärm. Das bekannte Programmstück „Hinterhalt von allen Seiten“ zeigt diese Wirkung. Die Spielerin Wu Man hat die Pipa auch international bekannt gemacht.
Abzugrenzen ist die Pipa von der Oud und der europäischen Laute, die andere Bauformen und meist mehr Saiten haben, und von der Gitarre, die einen flachen Korpus besitzt.
Spielpraxis
Wenn du Pipa spielst, übst du zunächst die Grundhaltung und das gleichmäßige Zupfen mit den Fingern. Das Tremolo verlangt eine lockere, schnelle Bewegung; arbeite daran, dass die Töne gleichmäßig klingen und du nicht verkrampfst.