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Moderne

Präpariertes Klavier

Klavier, dessen Klang durch zwischen die Saiten gelegte Gegenstände verändert wird (John Cage).

Was es bedeutet

Ein präpariertes Klavier ist ein Klavier, dessen Klang durch Gegenstände verändert wird, die zwischen oder auf die Saiten gelegt werden, etwa Schrauben, Muttern, Gummi, Filz oder Holzstücke. Dadurch verlieren die Töne ihre gewohnte Klangfarbe: Sie klingen dumpf, metallisch, klirrend oder glockenähnlich und erinnern an Schlagwerk oder ein Gamelan.

Musikalische Verwendung

John Cage entwickelte das präparierte Klavier 1940 für das Tanzstück „Bacchanale“, weil der Raum keinen Platz für ein Schlagzeugensemble bot. Sein Hauptwerk „Sonatas and Interludes“ (1946–48) verlangt eine genaue Präparation, die er in der Partitur mit Tabellen angab: Bei bestimmten Tönen gehört ein bestimmter Gegenstand an eine bestimmte Stelle der Saite. Schon zuvor hatte Henry Cowell die Saiten direkt gespielt.

Abzugrenzen ist das präparierte Klavier vom normalen Klavier, dessen Klang unverändert bleibt, und vom Spiel im Inneren des Klaviers, bei dem die Saiten direkt gezupft oder gestrichen werden, ohne dass Gegenstände eingesetzt werden.

Spielpraxis

Wenn du ein präpariertes Klavier spielst, halte dich genau an die Präparationsangaben und verändere die Position der Gegenstände nicht. Beachte, dass die Präparation die Töne verändert: Höre gut zu, denn Tonhöhe und Klangfarbe stimmen nicht mehr mit der Notation überein.