Ratsche
Geräuschinstrument, bei dem ein Zahnrad eine Holzzunge anreißt.
Was es bedeutet
Die Ratsche ist ein Geräuschinstrument, bei dem ein Zahnrad eine Holzzunge anreißt und dadurch ein schnarrendes, knatterndes Geräusch erzeugt. Sie wird an einem Griff gehalten und gedreht oder geschwungen; je schneller die Drehung, desto dichter und höher wirkt das Geräusch. Sie gehört zu den Idiophonen, bei denen der Klangkörper selbst schwingt.
Musikalische Verwendung
Die Ratsche wird im Orchester für Effekte wie Gewehrfeuer eingesetzt; Ludwig van Beethoven verwendet sie in „Wellingtons Sieg“ (1813). Im Alltag ist sie als Kinderspielzeug und als Lärminstrument bei Festen bekannt. In der Karwoche ersetzt sie in katholischen Gegenden ab Gründonnerstag die Kirchenglocken, die dann schweigen.
Abzugrenzen ist die Ratsche von der Rassel, bei der lose Körper in einem Gefäß aneinanderschlagen, und von der Klapper, bei der zwei Brettchen gegeneinander geschlagen werden.
Spielpraxis
Wenn du die Ratsche spielst, bestimme Dauer und Rhythmus durch die Drehbewegung. Beginne und ende mit klarem Schwung, damit das Geräusch nicht auslaufend wirkt, und teile die Bewegung nach dem Rhythmus der Musik ein.