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Instrument

Rückpositiv

Orgelwerk im Rücken des Organisten.

Was es bedeutet

Das Rückpositiv ist ein eigenständiges Teilwerk einer Orgel mit eigenem Pfeifenbestand und eigener Windversorgung, das nicht im Hauptgehäuse, sondern räumlich getrennt im Rücken des Organisten, meist an der Brüstung der Orgelempore, aufgestellt ist.

Musikalische Verwendung

Historisch war das Rückpositiv vor allem in norddeutschen und niederländischen Orgeln des 16. bis 18. Jahrhunderts verbreitet und diente als eigenständiges Manualwerk mit charakteristisch durchsichtigem, direktem Klang, der dem Zuhörer im Kirchenraum unmittelbar entgegentönt. Abzugrenzen ist es vom Hauptwerk und vom Schwellwerk, die beide im Hauptgehäuse der Orgel untergebracht sind: Nur das Rückpositiv steht räumlich getrennt hinter dem Rücken des Spielers und erzeugt dadurch einen eigenen, klanglich unmittelbaren Raumeindruck.

Spielpraxis

Nutze das Rückpositiv gezielt für solistische, klar konturierte Register, da sein direkter Klang sich im Raum deutlich vom volleren Hauptwerk abhebt.