Prinzipal
Offenes Hauptregister der Orgel.
Was es bedeutet
Der Prinzipal ist das offene Hauptregister der Orgel und die Grundlage ihres Klangs. Seine Pfeifen sind offen gebaut, meist aus Zinn oder Zinn-Blei, und klingen hell, klar, singend und neutral. Er kommt in vielen Fußlagen vor, etwa 16, 8, 4 oder 2 Fuß, und bildet die Familie der Prinzipale, auf der Mixturen und andere Register aufbauen.
Musikalische Verwendung
Der Prinzipal ist das „Gesicht“ der Orgel, da seine Pfeifen oft im Prospekt stehen. Ein Chor von Prinzipalen in mehreren Lagen bildet zusammen mit den Mixturen das Plenum, den vollen Orgelklang. Im Englischen entspricht dem Prinzipal das Diapason, das anders als der deutsche Prinzipal manchmal weicher gebaut ist. Weil seine Klangfarbe neutral ist, dient er als Grundlage für die Registrierung.
Abzugrenzen ist der Prinzipal vom Prästant, dem vorderen Prinzipal in 4-Fuß-Lage, von den gedeckten Flöten, die weicher und dunkler klingen, und von den Zungenstimmen, die scharf und markant sind.
Spielpraxis
Als Organist zeigst du mit dem Prinzipal die Klarheit einer polyphonen Linie. Spiele deutlich artikuliert und gleichmäßig, denn der Klang der Prinzipale deckt Ungenauigkeiten nicht zu.