Sambuca
Antikes Saiteninstrument.
Was es bedeutet
Sambuca ist der Name eines antiken Saiteninstruments, das in griechischen und lateinischen Quellen erwähnt wird. Nach den Beschreibungen handelte es sich um ein harfenartiges Instrument mit mehreren Saiten unterschiedlicher Länge und hohem Klang. Genaues über Bauform, Saitenzahl und Stimmung ist nicht gesichert, da keine Instrumente erhalten sind und die Angaben der Quellen knapp und teils widersprüchlich ausfallen. Derselbe Name wird in späteren Jahrhunderten für ganz andere Instrumente verwendet, was die Zuordnung zusätzlich erschwert.
Musikalische Verwendung
Die Erwähnungen stellen die Sambuca in den Zusammenhang der Unterhaltungs- und Festmusik der Antike; teils wird sie in einem Atemzug mit anderen Zupfinstrumenten genannt. Weil harfenartige Instrumente keine Griffbretter besitzen, liegt ihr Tonvorrat mit der Stimmung fest, und die Musik bewegt sich in diesem Rahmen. Mehr lässt sich über ihre Verwendung kaum sagen, ohne zu spekulieren: Notenquellen aus der Antike sind selten, und aus ihnen lässt sich nicht erschließen, welches Instrument jeweils gemeint war. Der Begriff ist deshalb vor allem als Beleg für die Vielfalt antiker Saiteninstrumente von Interesse. Antike Autoren wie Athenaios erwähnen die Sambuca als Instrument mit hohem, hellem Klang; bildliche Belege sind jedoch nicht eindeutig einem Instrumententyp zuzuordnen.
Spielpraxis
Eine gesicherte Spielpraxis lässt sich nicht beschreiben. Wer sich mit Nachbauten antiker Zupfinstrumente beschäftigt, arbeitet mit den allgemeinen Grundsätzen solcher Instrumente: Der Tonvorrat wird vor dem Spiel durch Stimmen festgelegt, das gezielte Dämpfen einzelner Saiten ist ebenso wichtig wie das Anzupfen, und die Klangfarbe wird über die Anschlagstelle gesteuert. Angaben in Katalogen und Lexika zu diesem Instrument sollten gegen die Quellenlage geprüft werden, da sie häufig ältere Vermutungen weitertragen.
Spielpraxis
Im Mittelalter bezeichnete der Name nach einigen Quellen auch den Dudelsack oder die Drehleier, was die Zuordnung erschwert. Darmsaiten verlangen häufiges Nachstimmen und Schutz vor Feuchtigkeit. Für Programmtexte gilt, die Quellenlage offenzulegen und Rekonstruktionen nicht als gesicherte Überlieferung darzustellen.