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Instrument

Schweller

Vorrichtung der Orgel zur stufenlosen Lautstärkeänderung.

Was es bedeutet

Der Schweller ist eine Vorrichtung an der Orgel, mit der sich die Lautstärke eines oder mehrerer Werke stufenlos verändern lässt, statt nur durch das feste An- oder Abschalten von Registern.

Am weitesten verbreitet ist der Jalousieschweller: Ein oder mehrere Manuale samt ihren Pfeifen stehen in einem Kasten mit beweglichen Lamellen, die sich wie eine Jalousie öffnen oder schließen lassen und so den Schall mehr oder weniger stark nach außen dringen lassen.

Musikalische Verwendung

Bedient wird der Schweller über ein Fußpedal am Spieltisch, mit dem die Organistin oder der Organist während des Spiels stufenlos zwischen leise und laut wechseln oder allmähliche Crescendi und Decrescendi gestalten kann, ohne dafür Register umschalten zu müssen.

Der Schweller wurde ab dem 18. Jahrhundert zunächst in England entwickelt und verbreitete sich im 19. Jahrhundert zunehmend auch auf dem europäischen Festland, wo er romantischen Komponisten wie César Franck oder Max Reger eine deutlich flexiblere Dynamikgestaltung ermöglichte, als sie mit der reinen Registrierung erreichbar war.

Abzugrenzen ist der Schweller vom Register selbst, das eine feste Klangfarbe ein- oder ausschaltet, während der Schweller die Lautstärke des bereits klingenden Registers kontinuierlich verändert, sowie vom Crescendo-Tritt, der stattdessen automatisch und stufenweise zusätzliche Register hinzuschaltet.

Spielpraxis

Setze den Schweller bewusst und kontrolliert ein, um längere dynamische Bögen zu gestalten, statt ihn nur sprunghaft zu bewegen. Kombiniere den Schwellerfußtritt mit einer passenden Registrierung, damit der volle dynamische Umfang des Instruments ausgeschöpft werden kann.