Crescendo
Crescendo bedeutet, dass die Lautstärke allmählich zunimmt. Im Notenbild steht dafür eine sich öffnende Gabel oder die Abkürzung „cresc.“. Das Gegenstück ist das Decrescendo, auch Diminuendo, eine schließende Gabel oder „dim.“.
- Bedeutung
- allmählich lauter werden
- Zeichen
- sich öffnende Gabel oder „cresc.“
- Wirkung
- Spannungsaufbau, Zunahme von Energie und Dringlichkeit
- Gegenteil im Prinzip
- Terrassendynamik: Stufen ohne Übergang
Der Übergang als Ausdrucksmittel
Auf der Seite Dynamik heißt es: Mindestens so wichtig wie die festen Stufen sind die Übergänge. Das Crescendo ist das allmähliche Lauterwerden, oft der stärkste Spannungsaufbau der Musik überhaupt, weil das Ohr das Anschwellen als Zunahme von Energie und Dringlichkeit erlebt. Sein Gegenstück, das Decrescendo oder Diminuendo, ist das allmähliche Leiserwerden und bewirkt Beruhigung, Rückzug oder Ausklang. In der Notation erscheinen beide oft als sich öffnende oder schließende Gabeln unter den Noten, die „Zwickel“.
| Zeichen | Bedeutung | Wirkung laut Seite Dynamik |
|---|---|---|
| Crescendo, „cresc.“, offene Gabel | allmählich lauter | oft der stärkste Spannungsaufbau der Musik überhaupt |
| Decrescendo, „dim.“, schließende Gabel | allmählich leiser | Beruhigung, Rückzug, Ausklang |
| Akzent (sforzato) | ein einzelner Ton kraftvoll | plötzlich, nicht allmählich |
Die Seite Notations-Symbole beschreibt die Technik: Auf dem Klavier wird jeder Anschlag etwas kräftiger als der vorhergehende, auf der Geige nimmt man kontinuierlich mehr Bogengewicht. Wichtig ist ein linearer Verlauf. Als berühmtestes Crescendo der Musikgeschichte nennt sie Ravels „Boléro“, das über 15 Minuten konstant anwächst.
Zwei Wege, Lautstärke zu formen
Die Seite Dynamik unterscheidet historisch zwei Prinzipien. Die Terrassendynamik setzt laute und leise Abschnitte wie Stufen nebeneinander, ohne Übergang. Das ist der typische Klang der Barockmusik, denn viele Instrumente jener Zeit, etwa das Cembalo, konnten die Lautstärke nicht stufenlos verändern. Die graduelle Dynamik mit Crescendo und Decrescendo setzte sich erst mit Instrumenten durch, die feine Abstufungen erlaubten. Das Klavier trägt das im Namen: „Pianoforte“ heißt wörtlich „leise-laut“. Beide Prinzipien existieren nach der Seite bis heute nebeneinander.
Lauter heißt nicht schneller
Die Seite Werkzeuge warnt vor einer Koppelung: Lautstärke und Tempo koppeln sich im Körper fast automatisch, es wird schneller, wenn es lauter wird, und langsamer, wenn es leiser wird. Das Metronom macht das unbarmherzig hörbar. Deshalb sollte man laute Stellen ausdrücklich mit Klick üben. Siehe auch Akzent für den einzelnen Ton.
Crescendo im Notenbild
Gitarre
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Etüde Nr. 7 Matteo Carcassi, op. 60 Nr. 7 · Gitarre · 2 Seiten
Beginnt mit f. In Takt 2 steht „dim.“ mit Strichlinie, in Takt 3 „cresc.“, in Takt 4 wieder „dim.“, in Takt 5 setzt f neu ein. In den Takten 13 und 14 stehen schließende Gabeln unter den Gruppen, in Takt 15 wieder „cresc.“ und in Takt 16 mf.
Klavier
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Le Courant limpide Friedrich Burgmüller, op. 100 Nr. 7 · Klavier · 1 Seite
„Allegro vivace“, Beginn mit „pp mormorando“. In den ersten Takten folgen „cresc.“ und „dim.“.
Häufige Fehler
- Schneller werden beim Crescendo: Der Körper koppelt Lautstärke und Tempo. Mit Metronom prüfen.
- Zu früh laut werden: Der Verlauf soll linear sein, nicht gleich am Anfang kippen.
- Gabel und Akzent verwechseln: Die Gabel steht über mehreren Noten, der Akzent über einer einzelnen.
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Verwandte Begriffe
DecrescendoDynamikAkzentFortePianoPianissimoFortepianoSubitoTempo
Redaktion: Maik Krohm · fachlich geprüft am 03.10.2026
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