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Streicher

Senza sordino

Ohne Dämpfer.

Was es bedeutet

Senza sordino bedeutet wörtlich „ohne Dämpfer“ und fordert dazu auf, einen zuvor aufgesetzten Dämpfer wieder zu entfernen und mit dem vollen, ungedämpften Klang des Instruments weiterzuspielen.

Die Anweisung setzt voraus, dass an einer früheren Stelle con sordino („mit Dämpfer“) verlangt wurde; senza sordino hebt diese Anweisung wieder auf.

Im Notenbild

Senza sordino wird als Textanweisung über dem System notiert, üblicherweise genau an der Stelle, ab der wieder ohne Dämpfer gespielt werden soll.

Musikalische Verwendung

Bei Streichinstrumenten verändert ein aufgesetzter Dämpfer die Klangfarbe deutlich hörbar: Er dämpft hohe Obertöne stärker als tiefe und lässt den Klang weicher, leiser und verschleierter erscheinen. Senza sordino stellt diesen ursprünglichen, helleren und volleren Klangcharakter wieder her.

Auch bei Blechblasinstrumenten und beim Klavier (im Sinn des Dämpferpedals) wird senza sordino analog verwendet, um das Aufheben einer zuvor geforderten Dämpfung anzuzeigen, wenn auch die klangliche Wirkung je nach Instrument unterschiedlich ausfällt.

Abzugrenzen ist senza sordino von con sordino, dessen direktes Gegenstück es bildet, sowie von allgemeineren Dynamikanweisungen wie forte, die zwar ebenfalls für einen volleren Klang sorgen, aber nichts mit dem physischen Entfernen eines Dämpfers zu tun haben.

Spielpraxis

Nimm den Dämpfer rechtzeitig vor der markierten Stelle ab, damit der Übergang nicht ins Stocken gerät. Plane bei häufigem Wechsel zwischen con sordino und senza sordino den genauen Zeitpunkt des An- und Absetzens sorgfältig, besonders wenn dafür nur wenige Takte Zeit bleiben.