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Streicher

Con sordino

Mit Dämpfer gespielt.

Was es bedeutet

Con sordino verlangt, dass ein Dämpfer aufgesetzt wird. Bei Streichinstrumenten ist das ein kleines Stück aus Holz, Metall oder Kunststoff, das auf den Steg geklemmt wird und dessen Masse die Übertragung der Saitenschwingung auf den Korpus verändert. Der Ton wird leiser, vor allem aber weicher und obertonärmer. Blechbläser verwenden Dämpfer im Schallbecher, die den Klang eher schärfen oder verfremden als nur dämpfen. Aufgehoben wird die Anweisung durch senza sordino oder via sordino.

Im Notenbild

Die Angabe steht kursiv über dem System an der Stelle, ab der gedämpft gespielt wird. Weil das Aufsetzen Zeit braucht, setzt guter Notensatz sie einige Takte früher, meist in eine Pause. Fehlt dieser Vorlauf, muss die Stimmführung im Orchester die Gruppe teilen oder die Stelle anpassen.

Musikalische Verwendung

Der Dämpfer ist kein bloßer Lautstärkeregler, sondern ein Farbwechsel: Ein gedämpftes Streicherregister klingt matt, fern, manchmal verschattet, und diese Farbe lässt sich durch bloßes Leiserspielen nicht erreichen. Komponisten setzen ihn seit dem 17. Jahrhundert ein, häufig in langsamen Sätzen, Nachtstücken und Trauermusik; im Orchester des 19. und 20. Jahrhunderts wird er zum festen Mittel der Instrumentation. Ganze Sätze für gedämpfte Streicher bilden dabei einen eigenen Klangraum, aus dem das Abnehmen des Dämpfers wie ein Aufhellen wirkt.

Spielpraxis

Halte den Dämpfer griffbereit: Modelle, die dauerhaft hinter dem Steg auf den Saiten sitzen, lassen sich fast geräuschlos aufschieben und sind im Orchester üblich. Setze ihn während einer Pause auf und vermeide, dabei den Steg zu verschieben. Rechne damit, dass die Ansprache träger wird — du brauchst etwas mehr Bogengewicht oder einen Kontaktpunkt näher am Steg, damit der Ton trotzdem trägt. Prüfe nach dem Abnehmen kurz die Stimmung, weil der Steg gelitten haben kann. Im Register gilt: gemeinsam auf- und absetzen, sonst entsteht ein ungewollt gemischter Klang.

es verschiedene Dämpfertypen gibt, die unterschiedlich stark wirken: Ein schwerer Metalldämpfer nimmt mehr Klang als ein leichter aus Holz oder Gummi. Prüfe das vor der Probe. Bei Bläsern verändert der Dämpfer zusätzlich die Intonation, meist nach oben, was ausgeglichen werden muss. Plane den Zeitpunkt des Auf- und Absetzens und trage ihn in die Stimme ein, damit die Gruppe gemeinsam wechselt.