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Streicher

Arco

\"Mit Bogen\", hebt Pizzicato auf.

Was es bedeutet

Arco ist das italienische Wort für Bogen und als Spielanweisung die Aufforderung, wieder mit dem Bogen zu streichen. Die Angabe steht fast nie am Anfang eines Stückes, denn Streichen ist der Normalfall. Sie erscheint dort, wo eine vorangegangene Anweisung außer Kraft gesetzt werden muss — in aller Regel pizzicato, gelegentlich auch col legno, bei dem mit der Bogenstange geschlagen wird.

Im Notenbild

Arco steht kursiv über oder unter dem System, genau bei der Note, ab der wieder gestrichen wird. Guter Notensatz lässt etwas Luft vor dieser Note, weil der Spieler den Bogen erst wieder in die Hand nehmen oder auf die Saite setzen muss. In Orchesterstimmen wird die Angabe oft zusätzlich eingerahmt oder vergrößert gedruckt, damit sie im schnellen Lesen nicht übersehen wird.

Musikalische Verwendung

Der Wechsel zurück zum gestrichenen Ton ist ein Klangfarbenwechsel und wird als solcher komponiert. Nach einer gezupften Passage wirkt der erste gestrichene Ton weicher, länger und gebundener; der Kontrast trägt oft eine formale Grenze, etwa den Übergang von einem begleitenden Abschnitt zurück zur Melodie. In der Musik seit dem späten 19. Jahrhundert wechseln pizzicato und arco auch innerhalb weniger Takte, sodass die Streichergruppe zwischen zwei Klangwelten hin- und herschaltet.

Spielpraxis

Der kritische Punkt ist nicht das Streichen selbst, sondern die Zeit davor. Plane, wo der Bogen während des Pizzicato bleibt: bei kurzen Unterbrechungen in der Hand, mit den Fingern zwischen Stange und Handfläche, bei längeren Abschnitten abgelegt. Zupfst du mit dem Zeigefinger der rechten Hand, während du den Bogen hältst, richte dich rechtzeitig auf den ersten gestrichenen Ton aus, damit er nicht kratzt. Setze den Bogen möglichst schon in der Pause leise auf die Saite und beginne mit ruhigem Armgewicht. Im Orchester lohnt es sich, den Moment des Zurückgreifens mit dem Pultnachbarn abzusprechen, damit die Gruppe gemeinsam und geräuschlos wieder einsetzt.