Sperrventil
Registerzug bei der Orgel, der den Windzustrom zu einem ganzen Werk absperrt.
Was es bedeutet
Das Sperrventil ist eine Vorrichtung an der Orgel, mit der sich der Windzustrom zu einem ganzen Werk – etwa dem Hauptwerk oder dem Schwellwerk – gemeinsam absperren oder freigeben lässt, unabhängig davon, welche einzelnen Register gezogen sind.
Es sitzt im Hauptwindkanal, der das jeweilige Werk versorgt, und wirkt damit wie ein zentraler Schalter für den gesamten Wind dieses Werks.
Musikalische Verwendung
Praktisch erleichtert das Sperrventil das schnelle Stummschalten oder Wiederaktivieren eines kompletten Werks, etwa um bei einem Registerwechsel während des Spiels ungewollte Klänge zu vermeiden, während Register bereits vorbereitet, aber der Wind noch abgesperrt ist.
Auch bei Reinigungs- oder Stimmarbeiten an der Orgel kann das Sperrventil genutzt werden, um ein Werk gezielt vom Windsystem zu trennen, ohne die gesamte Orgel abschalten zu müssen.
Abzugrenzen ist das Sperrventil vom gewöhnlichen Registerzug, der nur ein einzelnes Register schaltet, sowie vom Schweller, der die Lautstärke eines Werks stufenlos regelt, statt den Windzustrom vollständig zu unterbrechen.
Spielpraxis
Als Organistin oder Organist musst du das Sperrventil in der Regel nicht selbst bedienen, solltest aber wissen, dass ein scheinbar tonloses Register manchmal schlicht daran liegt, dass das Sperrventil des betreffenden Werks noch geschlossen ist.