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Instrument

Viola d'amore

Streichinstrument mit Resonanzsaiten.

Was es bedeutet

Die Viola d'amore ist ein Streichinstrument, das wie eine Viola auf der Schulter gehalten wird und neben den gestrichenen Saiten eine zweite Gruppe besitzt: Resonanzsaiten aus Metall, die unter dem Griffbrett verlaufen und nicht berührt werden. Sie schwingen mit, wenn die entsprechenden Töne erklingen, und geben dem Instrument seinen schimmernden, lange nachklingenden Klang. Üblich sind sechs oder sieben gestrichene Saiten; das Griffbrett ist bundlos, der Korpus hat oft flammenförmige Schalllöcher. Saitenzahl und Stimmung wechseln je nach Werk, sodass Umstimmungen die Regel sind.

Musikalische Verwendung

Ihre Blütezeit liegt im 18. Jahrhundert, wo sie in Kammermusik, Kantaten und Opern für besonders innige, schwebende Stellen eingesetzt wird; der Klang gilt als weicher und geheimnisvoller als der der Viola. Weil die Stimmung häufig auf die Tonart des Stückes zugeschnitten ist, liegen die Akkorde bequem, und mehrstimmige Passagen mit leeren Saiten sind leicht ausführbar. Nach dem 18. Jahrhundert geriet das Instrument weitgehend außer Gebrauch, erhielt aber im 20. Jahrhundert neue Werke und ist in der historisch informierten Praxis wieder gebräuchlich.

Spielpraxis

Prüfe zuerst die vorgeschriebene Stimmung und plane genug Zeit zum Umstimmen; die Resonanzsaiten müssen dazu passen, sonst bleibt der charakteristische Klang aus. Stimme sie mit einem Stimmschlüssel und kontrolliere nach dem Einspielen erneut, da sie lange nachgeben. Der Bogen braucht wenig Gewicht, weil das Instrument leise ist und bei Druck scharf wird. Achte auf gezieltes Dämpfen, weil der Nachklang der mitschwingenden Saiten dichte Passagen verwischt. Schütze das Instrument vor Temperaturschwankungen, da viele Saiten unterschiedlich darauf reagieren.

die Resonanzsaiten den Klang nur dann tragen, wenn sie zur Tonart des Stückes passen: Nach einer Umstimmung müssen sie mitgestimmt werden, sonst bleibt das charakteristische Schimmern aus. Plane dafür Zeit ein. Beim Greifen ist das bundlose Griffbrett mit sechs oder sieben Saiten ungewohnt eng; übe Doppelgriffe langsam und mit Blick auf die Handform. Rechne mit einem langen Nachklang und dämpfe bewusst, damit dichte Passagen nicht verschwimmen. Schütze das Instrument vor Temperaturschwankungen.