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Geschichte

Barde

Sänger-Dichter der keltischen Völker, der Heldentaten besang und als früher Überlieferer der Geschichte seines Volkes galt.

Was es bedeutet

Der Barde war ein Sänger-Dichter der keltischen und, in verwandter Form, germanischer Völker. Das Wort geht auf irisch bard und walisisch bardh zurück; die skandinawische Entsprechung war der Skalde. Barden begleiteten sich meist selbst auf einem Saiteninstrument wie Leier oder Harfe.

Musikalische Verwendung

Barden besangen bei Festen die Taten von Göttern und Helden und begleiteten Heere in die Schlacht, um durch ihren Gesang zu ruhmreichen Taten anzuspornen. Zugleich waren sie die wichtigsten Geschichtsschreiber ihrer Kultur: Sie überlieferten religiöse Vorstellungen, brachten Recht in Versform und bewahrten so das kollektive Wissen ihres Volkes in einer Zeit ohne verbreitete Schriftlichkeit.

Abzugrenzen ist der Barde vom höfischen Minnesänger des europäischen Mittelalters, der Jahrhunderte später und in anderem gesellschaftlichem Rahmen wirkte, sowie vom Bänkelsänger, der als fahrender Straßensänger einer ganz anderen, meist gering geachteten Unterhaltungskultur angehörte.