Zum Inhalt springen
Geschichte

Agon

Griechisch für „Wettstreit“; musikalischer Wettkampf im antiken Griechenland, etwa bei den Pythischen Spielen.

Was es bedeutet

Agon ist das griechische Wort für „Wettkampf“ oder „Wettstreit“ und bezeichnete im antiken Griechenland allgemein öffentliche Wettbewerbe, nicht nur sportliche, sondern auch musikalische und dichterische. Der musikalische Agon war ein fester Bestandteil großer griechischer Festspiele, bei dem Sänger und Instrumentalisten gegeneinander antraten und von einer Jury bewertet wurden.

Im Notenbild

Da aus der Zeit der antiken griechischen Musikwettkämpfe kaum originale Notationen erhalten sind, hat der Agon keine Entsprechung im heutigen Notenbild. Er ist vor allem historisch als kulturelle Institution überliefert.

Musikalische Verwendung

Unterschieden wurde vor allem zwischen dem kitharodischen Agon, dem Gesangswettbewerb zur Begleitung der Kithara, und dem aulodischen Agon, dem entsprechenden Wettbewerb zur Begleitung des Aulos, eines doppelrohrigen Blasinstruments. Solche musikalischen Wettkämpfe fanden unter anderem bei den Pythischen Spielen in Delphi statt, die neben sportlichen auch künstlerische Disziplinen umfassten und damit den engen Zusammenhang von Musik, Dichtung und öffentlichem Wettstreit im antiken Griechenland zeigen.

Der Agon-Gedanke, also der Wettbewerb als Antrieb künstlerischer Höchstleistung, gilt in der Musikgeschichtsschreibung als frühes Beispiel dafür, wie Musizieren öffentlich bewertet und mit gesellschaftlichem Ansehen verbunden wurde.