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Instrument

Barré

Griff, bei dem ein Finger mehrere Saiten zugleich niederdrückt (Gitarre, Laute).

Was es bedeutet

Barré (französisch für „Riegel“) bezeichnet auf Griffbrettinstrumenten wie Gitarre oder Laute eine Grifftechnik, bei der ein einzelner Finger, meist der Zeigefinger, mehrere oder alle Saiten gleichzeitig quer über einen Bund niederdrückt. Der Finger übernimmt dabei die Funktion eines beweglichen Sattels, während die übrigen Finger den eigentlichen Akkord auf höheren Bünden greifen.

Musikalische Verwendung

Barré-Griffe erlauben es, ein und dieselbe Akkordform entlang des Griffbretts zu verschieben und dadurch denselben Akkordtyp in beliebiger Tonart zu spielen, ohne die Fingerstellung grundlegend zu ändern. Das macht Barré-Akkorde besonders wichtig für Begleitspiel in Popularmusik und Folk sowie für Umsetzungen von Akkordfolgen, die auf offenen Saiten schwer greifbar wären.

Abzugrenzen ist der volle Barré, bei dem alle Saiten abgedeckt werden, vom Halb-Barré, bei dem nur ein Teil der Saiten mit demselben Finger niedergedrückt wird, etwa bei bestimmten Dur- oder Mollformen mit ausgelassenen Basssaiten.

Spielpraxis

Achte beim Barré-Greifen auf gleichmäßigen Druck über die gesamte Fingerlänge und positioniere den Finger möglichst dicht am Bundstäbchen, damit du weniger Kraft aufwenden musst. Übe zunächst einzelne Saiten nacheinander anzuschlagen, um Stellen mit gedämpftem Klang zu erkennen und die Fingerhaltung entsprechend zu korrigieren.