Zum Inhalt springen
Instrument

Bassetthorn

Tiefe Klarinette in F mit erweitertem Tonumfang; von Mozart geschätzt.

Was es bedeutet

Das Bassetthorn ist eine tief klingende Klarinette, meist in F gestimmt, die zwischen der gewöhnlichen Klarinette und dem Bassetthorn-Verwandten Bassklarinette angesiedelt ist. Kennzeichnend ist der nach unten erweiterte Tonumfang: Während die normale Klarinette am kleinen e endet, reicht das Bassetthorn bis zum großen C hinunter.

Um diesen erweiterten Umfang unterzubringen, ohne das Instrument unhandlich lang zu machen, wird der untere Teil des Rohrs häufig gebogen oder in einem Winkel geführt; ältere Bauformen zeigen einen charakteristischen Bogen kurz vor dem Schallbecher.

Musikalische Verwendung

Das Bassetthorn erlebte seine erste Blüte im späten 18. Jahrhundert. Wolfgang Amadeus Mozart schätzte den warmen, dunklen Klang des Instruments besonders und setzte es in mehreren Werken ein, unter anderem in Kammermusik und in Teilen seines Requiems. Später geriet es zeitweise in Vergessenheit, wurde im 20. Jahrhundert aber von Komponisten und Klarinettisten wiederentdeckt.

Abzugrenzen ist das Bassetthorn von der Bassklarinette, die noch tiefer reicht und einen deutlich weiteren Schallbecher besitzt, sowie von der gewöhnlichen B- oder A-Klarinette, der der erweiterte Tonumfang fehlt.

Spielpraxis

Wenn du Bassetthorn-Stimmen liest, achte auf die für Klarinetten übliche Transposition: Das Instrument in F klingt eine Quinte tiefer als notiert. Die tiefen Zusatztöne verlangen eine sichere Grifftechnik im Bereich der zusätzlichen Klappen, die bei der normalen Klarinette fehlen.