Battuta
\"Taktschlag\"; ritmo a battuta = nach Schlag.
Was es bedeutet
Battuta heißt im Italienischen „Schlag" und bezeichnet den Taktschlag, in erweiterter Bedeutung auch den Takt selbst. Das Wort stammt aus der Zeit, in der der Schlag noch buchstäblich hörbar ausgeführt wurde, und hat sich in mehreren festen Wendungen erhalten.
Die wichtigste ist a battuta: Sie verlangt, wieder streng im Takt zu spielen, und steht typischerweise nach einem frei gestalteten Abschnitt, einem Rezitativ oder einer Kadenz. In dieser Funktion entspricht sie dem tempo giusto. Die Wendung ritmo a battuta betont dasselbe: Der Rhythmus richtet sich nach dem Schlag.
Daneben begegnet battuta als Zähleinheit in Angaben, die sich auf Takte beziehen, etwa wenn ein Rhythmus über mehrere Takte hinweg als eine Einheit empfunden werden soll. Solche Angaben sind selten und werden in den Ausgaben unterschiedlich gehandhabt.
Im Notenbild
Das Wort steht kursiv über dem System an der Stelle, ab der es gilt. Bei a battuta endet damit ein freier Abschnitt; das Zeitmaß ist ab dem folgenden Ton wieder verbindlich. In älteren Ausgaben erscheint die Angabe auch in Vorworten und Spielanweisungen.
Musikalische Verwendung
Verwendet wird die Angabe vor allem in der italienischen Musik und dort, wo freie und gebundene Abschnitte einander abwechseln: in der Oper zwischen Rezitativ und Arie, in Instrumentalwerken nach Kadenzen und Fermaten. Sie markiert die Rückkehr der Ordnung und ist damit ein Gliederungszeichen ebenso wie eine Tempoanweisung.
Die Angabe steht oft nach Rezitativen oder Kadenzen. Sie stellt den festen Puls wieder her. ## Spielpraxis
Nimm den Takt sofort und vollständig auf, nicht allmählich — die Angabe meint einen Wechsel, keinen Übergang. Lege das Tempo innerlich fest, bevor der freie Abschnitt endet, damit du einen Bezugspunkt hast. Verzichte danach auf Dehnungen und gestalte über Dynamik und Artikulation. Im Ensemble ist der Einsatz nach einem freien Abschnitt die kritische Stelle; probe ihn gesondert, statt dich auf das Gehör zu verlassen.