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Akkord

Block Chord

Akkord, dessen Töne gleichzeitig erklingen.

Was es bedeutet

Ein Block Chord — im Deutschen Blockakkord — ist ein Akkord, dessen Töne gleichzeitig angeschlagen werden, im Gegensatz zur Brechung, bei der sie nacheinander erklingen. Der englische Ausdruck stammt aus dem Jazz und bezeichnet dort zusätzlich eine besondere Satztechnik: Die Melodie wird in enger Lage mit Akkordtönen unterlegt, sodass sie als dichte, parallel geführte Klangmasse erscheint.

Musikalische Verwendung

Im allgemeinen Sinn ist der Blockakkord die schlichteste Form, eine Harmonie zu setzen, und in Chorälen, Begleitungen und homophonen Sätzen allgegenwärtig. Er betont den Zusammenklang und das Rhythmische; wo er stark akzentuiert wird, entsteht eine perkussive Wirkung.

Im Jazz meint die Bezeichnung darüber hinaus eine bestimmte Klavier- und Arrangiertechnik. Die Melodie liegt oben und wird von Akkordtönen in enger Lage darunter begleitet, häufig mit zusätzlicher Verdopplung der Melodie eine Oktave tiefer, sodass beide Hände einen geschlossenen Block bilden, der sich mit der Melodie mitbewegt. Durchgangstöne der Melodie werden dabei mit eigenen, meist verminderten Klängen harmonisiert, damit jeder Melodieton einen vollen Akkord erhält. Das Ergebnis klingt dicht und orchestral und ist eine Übertragung von Bläsersätzen auf das Klavier.

Abzugrenzen ist der Blockakkord von der Akkordbrechung, die denselben Klang in Bewegung auflöst, und vom kontrapunktischen Satz, in dem die Stimmen selbständig geführt werden.

Im Jazzklavier bezeichnet der Begriff eine besondere Technik: Die Melodie wird mit beiden Händen harmonisiert, sodass jeder Melodieton einen eigenen Akkord erhält und die Stimmen parallel mitlaufen. Diese Spielweise, oft auch als Locked Hands bezeichnet, wurde durch Pianisten der 1940er und 1950er Jahre bekannt und ahmt den Klang eines Bläsersatzes nach. Im allgemeinen Sprachgebrauch meint Block Chord dagegen jeden Akkord, dessen Töne gleichzeitig angeschlagen werden. ## Spielpraxis

Achte bei Blockakkorden darauf, dass alle Töne wirklich zusammen ansprechen — ein leicht versetzter Ton fällt deutlich auf. Gib der Oberstimme etwas mehr Gewicht, damit die Melodie über dem Klang liegt. Und prüfe bei dichten Lagen die Balance; eng gesetzte tiefe Töne klingen schnell trüb.