Boogie-Woogie
Blues-Klavierstil mit durchlaufender, rollender Achtelfigur in der linken Hand.
Was es bedeutet
Boogie-Woogie ist ein Klavierstil des Blues, bei dem die linke Hand ein unablässig wiederholtes, meist achtelbasiertes Begleitmuster über die zwölftaktige Bluesharmonie spielt, während die rechte Hand darüber frei improvisiert. Das Begleitmuster wirkt wie ein treibendes Ostinato und gibt dem Stil seinen rollenden, tanzbaren Grundcharakter.
Entstanden ist der Stil vermutlich um die Jahrhundertwende im mittleren Westen der USA, populär wurde er in den 1920er- und vor allem in den 1930er-Jahren, unter anderem durch Pianisten wie Meade Lux Lewis und Albert Ammons.
Musikalische Verwendung
Typische Bassmuster sind gebrochene Oktaven, Terzen oder achtstufige Basslinien, die harmonisch der Blues-Kadenz aus Tonika, Subdominante und Dominante folgen. Der Boogie-Woogie wirkte stark auf frühen Rock ’n’ Roll und Rhythm and Blues ein, deren Klavier- und Bassfiguren viele seiner Muster übernahmen.
Abzugrenzen ist der Boogie-Woogie vom allgemeinen Blues-Klavierspiel dadurch, dass die linke Hand ein festes, durchlaufendes Muster spielt statt frei zu begleiten.