Zum Inhalt springen
Geschichte

Buccina

Antikes römisches Blasinstrument, kreisförmig gewunden und über der Schulter getragen; gilt als Vorläufer heutiger Blechblasinstrumente.

Was es bedeutet

Die Buccina war ein Blasinstrument des antiken Rom von erheblicher Länge, kreisrund gewunden und beim Spielen über die Schulter gelegt. Wie moderne Blechblasinstrumente wurde sie über ein kesselförmiges Mundstück angeblasen und erzeugte nur die Naturtöne der Obertonreihe, da sie keine Ventile oder Züge besaß.

Musikalische Verwendung

Eingesetzt wurde die Buccina vor allem im römischen Militär zur Signalgebung: Sie kündigte Wachwechsel an, gab Befehle an die Truppen weiter und begleitete zeremonielle Anlässe. Ihr durchdringender, weittragender Klang eignete sich besonders für Signale über größere Entfernungen im Feldlager.

Als Vorläuferin gilt sie modernen Blechblasinstrumenten wie Horn und Tuba, deren gewundene, kompakte Bauweise auf ähnliche praktische Erwägungen zurückgeht. Abzugrenzen ist die Buccina von der geraden römischen Tuba (Signaltrompete) und dem Lituus, einem gebogenen Instrument mit aufgebogenem Schallstück, das andere Klangfarben und Anwendungen hatte.