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Instrument

Crwth

Walisische Streichleier des Mittelalters.

Was es bedeutet

Der Crwth ist eine walisische Leier von etwa Geigengröße, die vom europäischen Mittelalter bis ins frühe 19. Jahrhundert gespielt wurde. Ursprünglich zupfte man das Instrument, doch spätestens ab dem 11. Jahrhundert setzte sich das Streichen mit einem Bogen durch, und im späten 13. Jahrhundert kam ein Griffbrett hinter den Saiten hinzu.

Die anfangs vier, paarweise angeordneten Saiten wurden bis zum 15. Jahrhundert auf sechs erweitert. Zwei dieser Saiten liegen außerhalb des Griffbretts und dienen als Bordune, während die übrigen über dem Griffbrett zur Melodiebildung dienen.

Musikalische Verwendung

Die oberste Saite trug die Melodie, während die anderen als Bordun mitklangen; die außerhalb des Griffbretts liegenden Saiten wurden gestrichen oder gelegentlich mit dem Daumen der Bogenhand gezupft. Jahrhundertelang begleitete der Crwth die Dichtung der walisischen Barden in der Tradition des cerdd dant, der „Kunst der Saite“, bei der Instrumentalklang und gesprochenes Wort miteinander verwoben wurden.

Um 1800 war das Instrument fast vollständig aus der Praxis verschwunden. Nur vier historische Exemplare sind erhalten, unter anderem im St Fagans National Museum of History in Cardiff und in der National Library of Wales.