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Instrument

Englischhorn

Altoboe in F mit birnenförmigem Schallstück (Liebesfuß).

Was es bedeutet

Das Englischhorn ist eine Altoboe in F, also ein transponierendes Instrument, dessen tatsächlicher Klang eine reine Quinte tiefer liegt als der notierte Ton. Sein charakteristisches, birnenförmig erweitertes Schallstück, der sogenannte Liebesfuß, verleiht dem Instrument gegenüber der Oboe einen wärmeren, dunkleren und melancholischeren Klang.

Musikalische Verwendung

Trotz seines Namens ist das Englischhorn weder englisch noch ein Horn, sondern eine Weiterentwicklung der Oboe da caccia des Barock; der Name geht vermutlich auf eine volkstümliche Umdeutung des französischen „cor anglé“ (gewinkeltes Horn) zurück, das sich auf die früher gewinkelte Bauform bezog. Im Orchester übernimmt das Englischhorn oft ausdrucksvolle Solopassagen mit wehmütigem Charakter, etwa in Antonín Dvořáks Sinfonie „Aus der Neuen Welt“ oder in Hector Berlioz’ „Symphonie fantastique“.

Abzugrenzen ist das Englischhorn von der gewöhnlichen Oboe, die höher klingt, nicht transponiert und einen helleren Ton besitzt, sowie vom Fagott, das trotz ebenfalls doppelten Rohrblatts deutlich tiefer liegt und eine völlig andere Bauform hat. Von echten Hörnern, also Blechblasinstrumenten mit Kesselmundstück, unterscheidet sich das Englischhorn grundlegend, da es ein Holzblasinstrument mit Doppelrohrblatt ist.

Spielpraxis

Übe auf dem Englischhorn besonders die Kontrolle der Ansatzspannung, da das größere, weichere Rohrblatt im Vergleich zur Oboe eine etwas andere Lippenspannung und Atemführung verlangt. Nutze den charakteristischen, warmen Klang des Instruments gezielt für lang gezogene, gesangliche Melodielinien, in denen seine klangliche Eigenart am deutlichsten zur Geltung kommt.