Farandole
Provenzalischer Kettentanz im 6/8-Takt.
Was es bedeutet
Die Farandole ist ein alter Kettentanz aus der Provence. Die Tanzenden fassen sich an Händen oder Tüchern und ziehen in einer langen, sich windenden Reihe durch Straßen und Plätze. Die Musik steht im lebhaften 6/8-Takt und wird traditionell von Flöte und kleiner Trommel gespielt, dem provenzalischen Galoubet und Tambourin.
Musikalische Verwendung
Als Volkstanz gehört die Farandole zu Festen und Umzügen der Provence. In die Kunstmusik gelangte sie vor allem durch Georges Bizets Schauspielmusik L’Arlésienne: Die Farandole der zweiten Orchestersuite verbindet ein provenzalisches Tanzthema mit dem Marschthema der drei Könige zu einem mitreißenden Schlusssatz.
Abzugrenzen ist die Farandole von der Tarantella, einem süditalienischen Tanz ebenfalls im schnellen 6/8-Takt, der als Einzel- oder Paartanz getanzt wird. Vom Reigen unterscheidet sie sich durch das lange, ziehende Gehen in einer Kette durch den Ort.
Spielpraxis
Spiele die Farandole mit einem gleichmäßigen, tänzerischen Puls in zwei Schwerpunkten pro Takt und lasse die Melodie klar und leicht klingen. Wenn du sie tanzt oder mitgehst, halte den Schritt der Kette gemeinsam, denn das Gleichmaß trägt den Tanz.