Fioco
„Heiser, matt, schwach“ – italienische Vortragsbezeichnung.
Was es bedeutet
Fioco ist eine seltene italienische Vortragsbezeichnung und bedeutet „heiser“, „matt“ oder „schwach“. Sie verlangt einen gedämpften, kraftlosen Klang, als sei der Ausführende erschöpft oder die Stimme angegriffen.
Musikalische Verwendung
Die Bezeichnung beschreibt eine Klangqualität, nicht ein festes Tempo, und kommt nur vereinzelt vor. Sie kann bei Gesang eine belegte, matte Stimme meinen und bei Instrumenten einen kraftlosen, unscharfen Ton. Sie steht in der Nähe von Begriffen wie morendo oder sotto voce, ohne mit ihnen identisch zu sein.
Abzugrenzen ist fioco von piano, das nur eine leise Lautstärke fordert, aber durchaus klar und tragfähig sein kann, und von dolente, das den klagenden, schmerzvollen Ausdruck meint. Fioco betont die schwache, matte Klangfarbe selbst.
Spielpraxis
Nimm bei fioco Kraft aus dem Ton, ohne die Intonation zu verlieren: Streiche oder blase mit wenig Druck und lass den Klang leicht verschleiert erklingen. Achte darauf, dass der matte Ton bewusst gestaltet bleibt und nicht als Fehler wirkt.