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Instrument

Flauto traverso

Barocke Querflöte aus Holz.

Was es bedeutet

Der Flauto traverso ist die Querflöte der Barockzeit. Sie besteht aus Holz, etwa Buchsbaum oder Ebenholz, hat eine im Kopfteil zylindrische und im Körper konische Bohrung, sechs Grifflöcher und meist nur eine Klappe. Ihr Klang ist weicher, obertonärmer und intimer als der der modernen Metallflöte.

Musikalische Verwendung

Im 17. und 18. Jahrhundert löste der Flauto traverso die Blockflöte in vielen Aufgaben ab, weil er sich stärker im Klang abstufen ließ. Johann Sebastian Bach, Georg Friedrich Händel und Friedrich der Große schätzten das Instrument; Johann Joachim Quantz schrieb dazu eine berühmte Lehrschrift. Heute wird der Flauto traverso in der historischen Aufführungspraxis verwendet, oft nach der tieferen Stimmung a¹ von etwa 415 Hertz.

Abzugrenzen ist der Flauto traverso von der modernen Querflöte mit Böhm-Mechanik, die kräftiger, klarer und gleichmäßiger in allen Lagen klingt, und von der Blockflöte, die mit einem Schnabel angeblasen wird. Gemeinsam ist beiden die Bauart als Flöte ohne Rohrblatt.

Spielpraxis

Wenn du vom modernen Instrument wechselst, gewöhne dich an das Gabelgriffsystem: Halbtöne entstehen durch Gabelgriffe statt durch Klappen. Blase mit weniger Druck, lass die Töne sanft ansprechen und höre auf die unterschiedliche Klangfarbe der Töne, die zum Ausdruck genutzt wurde.