Ghost Note
Leiser, gedämpfter Schlag oder Ton, der einem Rhythmus zusätzlichen Groove verleiht.
Was es bedeutet
Eine Ghost Note, englisch für „Geisternote“, ist ein sehr leiser, oft gedämpfter Schlag oder Ton, der im Rhythmus mehr gefühlt als deutlich gehört wird. Er füllt den Raum zwischen den betonten Schlägen und gibt dem Spiel einen federnden, lebendigen Groove.
Musikalische Verwendung
Ghost Notes sind besonders im Funk, Soul und Jazz beim Schlagzeug verbreitet, wo sie oft auf der kleinen Trommel zwischen den Hauptschlägen gespielt werden. Bekannt für den Einsatz sind Schlagzeuger wie Bernard Purdie und Clyde Stubblefield. Auch Bassisten und Gitarristen nutzen gedämpfte, fast tonlose Anschläge in ähnlicher Weise. Im Notenbild werden Ghost Notes meist mit einer Klammer um den Notenkopf gekennzeichnet.
Abzugrenzen ist die Ghost Note vom Akzent, der einen Schlag betont, und vom Vorschlag, der als Verzierung vor einer Hauptnote steht. Die Ghost Note hat eine eigene rhythmische Position und trägt dabei zum Gesamteindruck bei, ohne melodisch bedeutsam zu sein.
Spielpraxis
Spiele Ghost Notes mit sehr niedriger Schlaghöhe und lockerem Handgelenk, sodass sie hörbar, aber weit leiser als die Hauptschläge sind. Übe sie zunächst mit Metronom und gleichmäßigen Hauptschlägen, bis der Unterschied der Lautstärken sicher kontrolliert ist.