Glottis
Stimmritze zwischen den Stimmlippen im Kehlkopf; zentral für die Tonerzeugung beim Singen.
Was es bedeutet
Die Glottis ist die Stimmritze, also die Öffnung zwischen den beiden Stimmlippen im Kehlkopf. Beim Singen und Sprechen wird sie vom ausströmenden Luftstrom in Schwingung versetzt: Die Stimmlippen öffnen und schließen sich in schneller Folge, und diese Schwingung erzeugt den Grundton der Stimme.
Musikalische Verwendung
Die Schwingungsfrequenz der Glottis bestimmt die Tonhöhe. Länge, Spannung und Dicke der Stimmlippen verändern sich dabei fein, sodass hohe oder tiefe Töne und die verschiedenen Register der Stimme, etwa Brust- und Kopfstimme, entstehen. Ein zu fester oder zu lockerer Glottisschluss beeinflusst den Klang, der dadurch gepresst oder hauchig wirken kann. In der Gesangslehre wird auf einen ausgewogenen Glottisschluss geachtet, für den der Kehlkopf ruhig und frei bleiben muss.
Abzugrenzen ist die Glottis von den Stimmlippen selbst, die die schwingenden Gewebefalten bilden, und von den Resonanzräumen in Rachen, Mund und Nase, die den Klang formen. Ein Glottisschlag oder Knacklaut bezeichnet ein hartes Einsetzen von Vokalen und sollte in der Regel im Gesang vermieden werden.
Spielpraxis
Beginne Gesangsübungen mit weichem, gleichmäßigem Stimmeinsatz, sodass die Glottis ohne Druck schließt, und vermeide Pressen und Hauchen. Halte den Kehlkopf entspannt und stütze den Ton durch Atem und Körperhaltung statt durch Kraft im Hals.